Tracey Moffatt



Geboren 1960 in Brisbane, Australien, lebt und arbeitet in Noosa, Australien und in New York. Bitte fragen Sie in der Galerie nach dem aktuellen Lebenslauf.

Born in Brisbane, Australia, 1960, lives and works in Noosa (Australia) and New York. Please ask the gallery for the updated CV.

 

Under The Sign Of Scorpio - Pressetext
Under The Sign Of Scorpio - Press Release



Tracey Moffatt
Under The Sign Of Scorpio

In meiner Fotoserie Im Zeichen des Skorpions stelle ich für einen Augenblick 40 berühmte und außergewöhnliche Frauen aus Geschichte und Unterhaltungskultur dar, die alle im Zeichen des Skorpions geboren sind. Da ich am12. November geboren und also auch ein Skorpion bin, treibt mich seit langem die Frage um, was den Skorpion ausmacht. Es ist so ein mächtiges und eindringliches Tierkreiszeichen. Skorpione können in dunkle Welten übersetzen und unverletzt zurückkehren. Sie sind furchtlos und hören auf niemanden. Mir ist bewusst, dass ich oft andere Menschen anstarre, wie sie ihre Münder bewegen, und dann verblüfft bin, dass sie tatsächlich reden und mir Ratschläge geben; ich muss dann immer sagen: „Tut mir Leid, das habe ich gerade nicht mitbekommen.“ Für die Aufnahmen und den Druck der Skorpion-Serie habe ich sechs Monate gebraucht. Sechs Monate, die den ganzen New Yorker Winter des Jahres 2005 in Anspruch nahmen, sechs Monate lang eingeigelt in meiner kleinen New Yorker Dachgeschosswohnung, mit Miyuki, meiner treuen Assistentin. (Miyuki hat meine ganzen Aufgeregtheiten während der Entstehung dieser neuen Arbeit toleriert, all mein Gejammer und meine Zweifel, die ihr jeden Morgen entgegenschlugen, wenn sie zur Tür hereinkam.) Die eigentlichen Aufnahmen dieser berühmten Skorpione nahmen jeweils nur zwei Minuten in Anspruch, das Planen und Nachdenken darüber jedoch mehrere Wochen. Um beispielsweise Georgia O’Keeffe zu werden, hatte ich mir ihre innere Haltung anzueignen. Es ist nicht einfach, die
Persönlichkeit eines Menschen auszudrücken, wenn man mit dem Rücken zur Kamera steht. Ich dachte über ihren Kimono-artigen Morgenmantel nach und was sie wohl mit ihren Händen machen würde. (Sie schaut sie natürlich selbstverliebt an.) Auch um Indira Ghandi zu sein, waren Recherchen und gründliche Überlegungen nötig. Eine indische Theaterdirektorin im New Yorker East Village schlug vor, dass ich mich in weißes Musselin kleiden und die Vorstellung eines farbigen Sari aufgeben solle. Zudem habe ich Indira auf einer Bergspitze platziert, was dem Bild, wie ich hoffe, eine spirituelle und heilige Atmosphäre verleiht. Lee Krasner stellte ebenfalls eine Herausforderung dar. Ich durchwühlte meine ganze Garderobe (die meisten verwendeten Kostüme entstammen meiner Garderobe) und stieß auf ein Sommerkleid aus den Sechzigerjahren, vollkommen perfekt für Lee Krasner im Urlaub. Ich wollte sie entspannt in der Nachmittagssonne, als Gegensatz zu all den missmutigen ,anspruchsvollen‘ Aufnahmen von ihr aus der New Yorker Kunstszene der Vierziger und Fünfziger. Meine Skorpion-Serie erweist einer großen Anzahl unterschiedlichster Frauen Respekt. Ich habe mich als Roseanne Barr, Goldie Hawn und Whoopi Goldberg porträtiert (alle geniale Komikerinnen); als Hillary Rodham Clinton (auf dem Weg, die erste Präsidentin der USA zu werden); Shere Hite (die Autorin des Hite-Reports – ich werde nie vergessen, wie sie in den Siebzigerjahren aus einer australischen Talkshow stürmte, nachdem sich der Gastgeber ihr gegenüber als sexistischer Scheißkerl aufgeführt hatte); Marcia Langton und Oodgeroo Noonuccal (beide Nachfahren australischer Ureinwohnener, intellektuelle Frauen und politische Kämpferinnen und Heldinnen für mich); Tina Brown und Anna Wintour (brillante Herausgeberinnen englischer Zeitschriften); Fran Leibowitz (geistreich wie sonst niemand); Edith Head (Hollywoods erfolgreichste Kostümbildnerin); Marie Dressler (eine hervorragende Charakterschauspielerin; schauen Sie sich den Film Dinner um acht (1933) an und warten Sie auf Maries wutschnaubende Schlussworte gegenüber Jean Harlow); und Billie Jean King (die lebendigste Tennisspielerin aller Zeiten). In meinen Aufnahmen habe ich versucht, den Geist und das Aussehen der Porträtierten einzufangen, jedoch nur für die Dauer eines Augenblicks. Es ist fast wie der Moment, wenn man einen berühmten Menschen in einem Restaurant sieht. Alle recken ihre Hälse, erhaschen aber letztlich nur einen flüchtigen Blick auf den Rücken der Berühmtheit, die sofort den für die VIPs reservierten Raum ansteuert. Die Fotografien habe ich mithilfe einer simplen Digitalkamera in meiner Wohnung vor dem Hintergrund eines an der Wand befestigten Bettlakens gemacht und in meinem winzigen schrecklichen Badezimmer. Die schrillen Landschaften mit ihren unnatürlichen Farben habe ich dann als Hintergrund auf meinem Computer in Photoshop hinzugefügt. Statt eines förmlichen Porträts ging es mir dabei um eine sehr pop-artige, beinahe comic-hafte Wirkung. Ich bringe damit zum Ausdruck, dass alle diese Frauen „PopFiguren“ sind, also ein Bestandteil der westlichen Pop-Kultur. Künstlerisch orientierte ich mich hier an Andy Warhol. Wie der Arbeitersohn Warhol bin ich schon immer ein Fan großer Talente, und ich meine „Fan“ mit allem peinlichen Beigeschmack. Ich schaue mir Spielfilme und Dokumentarfilme an, lese Biografien, informiere mich über Leute im Internet, kaufe Memorabilia und sammle Zeitschriftenartikel. Kürzlich riss ich beispielsweise ein Foto von Lauren Hutton aus der New York Style aus, weil es so fröhlich wirkte. Lauren sagte einmal in einem Interview: „Ich habe meine ganze Willenskraft aufgebracht, um schön zu erscheinen.“ (Sie sagte das auf die Frage hin, warum sie das Top-Modell der Welt geworden war, ohne sich einer Nasenoperation zu unterziehen oder die Lücke zwischen ihren Vorderzähnen korrigieren zu lassen.) Das bringt mich auf das Thema der Willenskraft, psychischen Stärke und – Gott verzeihe mir, dass ich das erwähne – Hexenkunst und Magie. Ich habe die Theorie, dass ,Talent‘ eine übernatürliche Kraft ist, die sich nicht erklären lässt. Das gilt auch für herausragende sportliche Leistungen. Nadia Comanecis makellose Vorführungen, die ihr 1976 bei den Olympischen Spielen in Montreal Gold einbrachten, könnte man darauf zurückführen, dass die junge rumänische Turnerin seit ihrem sechsten Lebensjahr die intensive kommunistische Sportschulung durchlaufen hatte. Aber trotz ihrer harten Arbeit und ihres Trainingsfleißes gibt es immer diese andere ,Sache‘, die sich in Bezug auf Nadia nicht abstreiten lässt: den Faktor X, das Unerklärliche. Man sagt, dass die Schauspielerin Vivien Leigh, in ihrer unbedingten Hingabe an ihren Beruf, zur Vorbereitung auf eine Rolle buchstäblich „über Scherben kroch“. Wenn wir sie heute in Vom Winde verweht (1939) sehen oder in Endstation Sehnsucht (1951), können wir das fast glauben. Ich deute diesen Ausdruck „über Scherben kriechen“ so, dass Vivien sich ins Unbekannte, in die dunklen Regionen ihrer Psyche vorwagte wie ein mutiger Skorpion. Die andere glühende Schauspielerin aus Endstation Sehnsucht ist Kim Hunter als Stella. Meine Lieblingsszene mit Kim ist die am Ende des Films, in der sie der verstörten Blanche DuBois (Vivien Leigh) besänftigend und mit wunderbarer Zärtlichkeit zuredet, während sie sie nach draußen und in die Obhut der psychiatrischen Krankenschwestern bringt. Auch Margaret Mitchell, die amerikanische Südstaatenschönheit und Autorin von Vom Winde verweht, war mutig. Margaret schrieb über die Lebenswelt ihrer eigenen Vorfahren, die sie als Journalistin sorgfältig erforscht hatte. Doch ihr Vermögen, einen Roman zu Papier zu bringen und überlebensgroße Charaktere zu schaffen, muss wie eine unbekannte mächtige Kraft gewesen sein, die sie durchströmte. Marie Curie entdeckte1898, zusammen mit ihrem Ehemann, einem Physiker, Polonium und Radium. Ich habe gelesen, wie sie im Labor geschuftet hat wie eine Sklavin und sich durch das Hantieren mit gefährlichen Mineralstoffen die Gesundheit ruinierte. Zwei Jahre lang, ob im heißesten Sommer oder tiefsten Winter, rührte sie einen riesigen kochenden Kessel Pechblende. Lange Zeit scheiterten ihre Anstrengungen, doch Marie hatte gewissermaßen eine Vision und sagte immer wieder, „es muss da sein, ich weiß, dass es da ist.“ Man kann Marie als eine Art wissenschaftliche Hexe betrachten, die in der Wissenschaftswelt der Jahrhundertwende toleriert wurde. Sie trug dazu bei, etwas zu entdecken, das bis dahin noch niemand gesehen hatte, weil sie irgendwie davon überzeugt war, dass es existierte. Oder denken Sie auch an den geläufigen Ausdruck, wenn man über die Stimme einer großen Sängerin sagt, ihr hafte ein „Zauber“ an – beispielsweise Mahalia Jackson, die „die Stimme einer Göttin“ hatte. (Aretha Franklin sagt, sie habe versucht, Mahalias Stimme nachzuahmen.) Dies wird gesagt, weil solch ein Zauber in manchen Momenten auch versagen kann; Talent und das Vermögen, einen Zauber zu erzeugen, kommen und gehen. In einer neueren Fernsehdokumentation spricht Joni Mitchell darüber, wie sie bis spät in der Nacht an ihren Songs arbeitet. Nur wenn „die Schmeicheleien am Laufen“ seien (sie deutet dabei in die Luft), geschehe es, dass sie nicht über ihre Zunge stolpert und alles zu fließen beginnt und sie ihre feinfühligen Texte hervorbringen kann. Die brillante Psychoanalytikerin Frieda Fromm-Reichmann habe ich in verzerrter Haltung vor der „dunklen Seite des Mondes“ dargestellt. Frieda (die mit Erich Fromm, dem Autor von Die Kunst des Liebens, verheiratet war und sich später von ihm scheiden ließ), war in der Lage, Schizophrenie zu heilen. Joanne Greenbergs berühmter Roman Ich habe dir nie einen Rosengarten versprochen basiert auf einer tatsächlichen Krankengeschichte aus den Fünfzigerjahren, als Frieda eine Jugendliche heilte. Ein Teil von Friedas ,Behandlung‘ bestand darin, in die schizophrene Vorstellungswelt einzudringen und die Patienten in die ,Realität‘ zurückzuholen. Unglücklicherweise war Frieda nie imstande, genau auf den Punkt zu bringen, wie sie solche positive Ergebnisse erzielte, da ihre Behandlungen (hauptsächlich Gespräche mit den Patienten ohne Anwendung von Medikamenten) sich immer über einen Zeitraum von mehreren Jahren hinzogen und aus einem Geben und Nehmen bestanden, das auch Fehler mit einschloss. In einigen Fällen wurde Frieda von Patienten gewalttätig angegriffen. Der ,Skorpion Frieda‘ hatte die innere Kraft, sich mit unbekannten furchteinflößenden Energien auseinander zu setzen und damit fertig zu werden. Was furchteinflößende Energien betrifft, so habe ich bislang nur sehr wenigen der Skorpion-Frauen erzählt, dass sie Teil dieser Fotoserie sind (ich habe etwa acht von ihnen getroffen). Das Letzte, was man tun sollte, ist einem Skorpion zu schmeicheln; sie schöpfen sofort Verdacht und reagieren, je nach ihrer Stimmung, mit Hass. Ich habe
Jahre gebraucht zu lernen, ein Kompliment freundlich aufzunehmen. Während meiner Kindheit in den rauhen Vorstädten Australiens wurde ich oft wegen meiner Angewohnheit gehänselt, in Fantasiewelten zu flüchten. (Mit16 spielte ich immer noch Verkleidungs- und Theaterspiele mit Achtjährigen.) Heute kommt es vor, dass ein Kunststudent mit großen Augen auf mich zukommt und mich anschwärmt: „Sind Sie Tracey Moffatt? Ich fand Ihre letzte Ausstellung toll.“ Meistens schlucke ich dann ein bisschen und sage „danke“ und mache einen Witz, um jede weitere Diskussion über mein Werk abzuwehren. Es kann sein, dass meine Befürchtungen, irgendeine der Skorpion-Frauen (oder Freunde und Verwandte der bereits Verstorbenen) durch meine Fotoserie zu brüskieren, unbegründet sind. Kürzlich machte ich mich im National Museum of the American Indian hier in New York an Wilma P. Mankiller (die Stammesführerin der CherokeeNation) heran und teilte ihr atemlos mit, dass ich ein Kunstwerk über sie geschaffen habe. Wilma spendete mir ihr breitestes Lächeln und sagte: „Großartig, schicken Sie mir eine Einladung.“

Tracey Moffatt, 2005



Tracey Moffatt
Under The Sign Of Scorpio

At a moment’s glance my photo series, Under the Sign of Scorpio, depicts me appearing as forty well-known extraordinary women from history and popular culture, all born under the astrological sign of Scorpio. Since I was born on November 12th and am also a Scorpio, I have been intrigued about what makes the Scorpio tick. It is such a powerful and intense sign: Scorpios can ‘cross over’ into dark worlds and come back unscathed. They are fearless and listen to no-one. I know that I often stare at people with their mouths moving and I am amazed that they are actually talking and giving me advice; I always have to say “Sorry, I didn’t catch that”.
The shooting of this Scorpio series, as well as the printing, has taken me six months. Six months taking in the entire New York winter of 2005. Six months cooped up in my small New York loft with Miyuki, my faithful assistant. (Miyuki has put up with my excitement over the making of this new work, plus all my whining and insecurities, which would greet her every morning as she walked in the door.) The actual shooting of each of the famous Scorpio characters would take two minutes, but the thinking and planning would take a couple of weeks. For example, becoming Georgia O’Keeffe required me to take
on her ‘attitude’. It isn’t easy to present ‘attitude’ with your back to the camera. I thought about her morning Kimono-like dress, and what she would be doing with her hands (she’s admiring them, of course).
Being Indira Gandhi was again researched and thought through. An Indian woman theatre director in New York’s East Village suggested I dress in white muslin, and ditch the idea of a coloured sari. I have also placed Indira on a mountain top. As a result my picture hopefully has a holy spiritual quality.
Lee Krasner was also a challenge. I riffled though my wardrobe (most of the costumes used are from my wardrobe) and found a1960s sundress, totally perfect for Lee Krasner on holiday. I wanted Lee Krasner in the afternoon sun looking relaxed, as opposed to all the grumpy serious shots taken of her in the New York art world of the 1940s and ’50s.
My Scorpio series pays tribute to a vast array of women. I’ve portrayed myself as Roseanne Barr, Goldie Hawn, Whoopi Goldberg (all comic geniuses); Hillary Rodham Clinton (to become the first American woman President); Shere Hite (sex report writer; I’ll never forget how she stormed off an Australian current affairs television show in the1970s when the host was a sexist bastard to her), Marcia Langton and Oodgeroo Noonuccal (both Australian Aboriginal intellectuals and political activists and heroines to me); Tina Brown and Anna Wintour (brilliant English magazine editors); Fran Leibowitz (wit like no other); Edith Head (Hollywood’s most successful costumier); Marie Dressler (superb character actress: watch the film Dinner at Eight (1933) and wait for Marie’s final sizzling line to Jean Harlow); and Billie Jean King (the most alive tennis player ever).
In my portraits I have tried to capture their spirit and likeness, but only “at a moment’s glance”. It is almost like the moment when you see a famous person in a restaurant. Everyone is craning their necks to get a glimpse, only to end up with a fleeting view of the back of the celebrity as they exit into the VIP room.
I shot the photographs with a simple digital camera in my loft against a bed sheet curtain, and in my cramped awful bathroom. I then added the high-key supernatural coloured landscape backgrounds to the images in Photoshop on my computer. Rather than a formal portrait, I wanted a very pop, almost comic book quality. I propose that all of these women are ‘pop figures’, they are a part of the landscape of popular western culture. I’ve been ‘Warholian’ in my artistic approach. Like the working class Andy Warhol, I’ve been a fan of great talent all my life, and I mean 'fan’ in the nerdy sense of the word. I watch films and documentaries, read biographies, look people up on the Internet, buy memorabilia, and collect magazine articles. For example, I recently tore out a photograph of Lauren Hutton from New York Style magazine because it was so happy. Lauren once said in an interview “I willed myself to be beautiful”. (She said this after being asked why she became the top fashion model in the world when she hadn’t had a nose job or had the gap in her front teeth fixed).
This brings me to the subject of willpower, psychic ability, and--God forbid I mention it--witchcraft and magic. It is my theory that ‘talent’ is a supernatural force that cannot be explained. This also applies to astonishing athletic ability. Nadia Comaneci’s gold medal-winning perfect scores at the1976 Montreal Olympics could be put down to the young Romanian gymnast’s intensive communist athletic training from age six. Yet despite her hard work and practice, there is always the other ‘thing’ that we can’t deny about Nadia: her ‘X factor’, the ‘unexplainable’.
It has been said that the actress Vivien Leigh, in her intensity, would practically “crawl across broken glass” to prepare for a role. When we watch her now in Gone with the Wind (1939) or A Street Car Named Desire (1951) we can almost believe it. I interpret this expression “to crawl across broken glass” to mean that Vivien was able to ‘dig deep’, to go across to the ‘dark side’ of her psyche like a brave Scorpio.
The other smouldering actress in A Street Car Named Desire is Kim Hunter as Stella. My favourite scene with Kim is at the end of the film, when she reassuringly and with beautiful tenderness talks the crazed Blanche DuBois (Vivien Leigh) outside and into the arms of the psychiatric nurses.
Margaret Mitchell, American southern belle and author of Gone With the Wind, was also brave. Margaret was writing about her own history, which she had researched thoroughly since she was a journalist. But her ability to put pen to paper and produce the novel’s larger-than-life characters must have been like a powerful unknown force working through her.
Marie Curie, along with her physicist husband, discovered polonium and radium in1898. I’ve read how she slaved in the laboratory and grew physically sick from working with dangerous minerals. For two years, during summer heat waves and the dead of winter, she stirred a huge boiling cauldron of pitchblende. For a long time the Curies’ efforts failed, but Marie had a type of psychic vision and kept repeating “it’s got to be there, I know it is there”. Marie can be viewed as a sort of acceptable turn-of-the-century scientific witch. She helped to find something that had never been seen before because she somehow believed that it was ‘there’.
There is also the common expression when talking about a great singer’s voice that “the magic was there”--for example, Mahalia Jackson, who had the “voice of God”. (Aretha Franklin has said that she tried to emulate Mahalia.) This is said because on occasion, the ‘magic’ sometimes isn’t ‘there’. This is because ‘talent’ and the ability to make ‘magic’ comes and goes. In a recent documentary, Joni Mitchell talks about staying up late at night to write songs. It is “only when the blarney is running” (she gestures to the air) that she finds that she isn’t “tripping over her tongue” and everything starts to flow and she can produce her exquisite lyrics.
I have depicted the brilliant psychoanalyst Frieda Fromm-Reichmann in a convulsive state in front of the “dark side of the moon”. Frieda (who married and divorced Erich Fromm, who wrote the The Art of Loving) was able to cure schizophrenia. There is a famous novel about her called I Never Promised You a Rose Garden by Joanne Greenberg, based on an actual case in the1950s where Frieda cures a teenage girl. Part of Frieda’s ‘treatment’ was to enter into the world of the schizophrenic mind and bring the patients back to ‘reality’. Unfortunately Frieda was never able to ‘pinpoint’ how she achieved such positive results, since her treatments (mainly dialogue with the patients without the use of drugs) only worked over a period of years and consisted of ‘give and take’ and making mistakes. Sometimes patients would violently attack Frieda. The ‘Scorpio Frieda’ had the core strength to grapple with and confront unknown frightening energies.
In speaking of frightening energies--at this stage I have told very few of the Scorpio women that I have included them in this photo series (I have met about eight of them). The last thing one should do is flatter a Scorpio; they immediately get suspicious, and depending on their mood, will hate your guts for it. It has taken me years to learn to graciously accept a compliment. Growing up in the rough-and-tumble Australian suburbs, I was often mocked for my escapes into fantasy. (At sixteen I was still playing dress-up pantomimes with eight-year-olds.) Today, a wide-eyed art student will come up to me and gush “Are you Tracey Moffatt? I liked your last exhibition”. I usually choke a little and say “thank you”, and then crack a joke to deflect any further discussion of my work.
It is possible that my fears of offending any of the Scorpio women (or friends an relatives of the deceased Scorpios) in my series are unfounded. Recently, at the National Museum of the American Indian here in New York, I trailed after Wilma P. Mankiller (Chief of the Cherokee), and breathlessly told her that I had made an artwork about her. Wilma gave me the biggest smile and said: “Great, invite me to the show”.

Tracey Moffatt, 2005

Something More
Invocations
Scarred for Life I
Scarred for Life II
Up in the Sky
Laudanum
Pet Thang
Fourth
Adventures Series
Under the Sign of Scorpio

Portrait of Tracey Moffatt
Portrait of Tracey Moffatt


Something More, 1989
Tracey Moffatt: Something More 1


Tracey Moffatt Invocations
Tracey Moffatt: Invocations 4


Tracey Moffatt Up in the Sky 6
Tracey Moffatt: Up in the Sky 6


Tracey Moffatt Fourth
Tracey Moffatt: Fourth 2


Tracey Moffatt Adventures Series
Tracey Moffatt: Adventures Series 2, 2004


Tracey Moffatt Being Under the Sign of Scorpio
Tracey Moffatt: Being Under the Sign of Scorpio, 2005
40 c-prints each 43 x 58 cm (17 x 23 inches)